Die Bündner Regierung wird nicht müde zu behaupten, sie könne keinen Einfluss auf die strategischen Entscheide der Rätia Energie nehmen. Ob die Rätia Energie in Kohlekraftwerke investiert oder nicht, sei allein der Entscheid der Rätia Energie. Richtig ist, dass der Kanton Graubünden mit 46% Mehrheitsaktionär der Rätiea Energie ist. Drei Verwaltungsräte vertreten die Interessen des Kantons: alt Regierungsrat Luzi Bärtsch, alt Regierungsrat Reto Mengiardi und alt Regierungsrat und Ständerat Christoffel Brändli. Die Bündner Regierung muss diese Verwaltungsräte in die Pflicht nehmen und an das Regierungsprogramm 2009-2012 erinnern. Dort schreibt die Regierung: “Auch wenn dem Klimawandel national und international zu begegnen ist, so trägt auch der Kanton Graubünden eine Mitverantwortung, die es durch geeignete Massnahmen und Investitionen zu begegnen ist. Als Bergkanton ist Graubünden vom Klimawandel besonders betroffen, wenn man an die damit verbundenen Naturgefahren denkt.” Wenn dieses Regierungsziel nicht nur Makulatur sein soll, muss die Regierung handeln und Investitionen in Kohlekraftwerke stoppen.